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05.03.2018

Ehrenamtliche Schöffen
für die Jahre
2019 bis 2023 gesucht

Im ersten Halbjahr 2018 werden bundesweit die Schöffen für Strafverfahren für die Amtszeit von 2019 bis 2023 gewählt. Dies geschieht durch einen besonderen Wahlausschuss beim Amtsgericht Marbach am Neckar. Grundlage bei der Wahl bildet eine Vorschlagsliste, über deren Aufstellung der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung verhandelt. Die Schöffen werden für die Dauer von fünf Geschäftsjahren gewählt.

Die Vorschlagsliste soll alle Gruppen der Bevölkerung nach Geschlecht, Alter, Beruf und sozialer Stellung angemessen berücksichtigen.


Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber, die in der Gemeinde wohnen und am 01.01.2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein werden. Sie müssen die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und die deutsche Sprache ausreichend beherrschen.

Neben diesen formalen Kriterien sollen die Bewerber vor allem bestimmte Grundfähigkeiten mitbringen, die notwendigerweise dazu gehören, wenn man über andere Menschen qualifiziert urteilen soll. Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und –wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – körperliche Eignung.
Die ehrenamtlichen Richter müssen Beweise würdigen, d.h. die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein bestimmtes Geschehen so ereignet hat oder nicht, aus den vorgelegten Zeugenaussagen, Gutachten oder Urkunden ableiten können. Die Lebenserfahrung, die ein Schöffe mitbringen muss, kann sich aus beruflicher Erfahrung und/oder gesellschaftlichem Engagement rekrutieren. Dabei steht nicht der berufliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, die im Umgang mit Menschen erworben wurde.

Schöffen sollten sich zudem in verschiedene soziale Milieus hineindenken und das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Im Strafrecht muss auf ein Gramm Rechtskenntnis ein Zentner Menschenkenntnis kommen (Gustav Radbruch). Letztere wird von den Schöffen erwartet.

Schöffen sind mit den Berufsrichtern gleichberechtigt. Für jede Verurteilung und jedes Strafmaß ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich. Jedes Urteil haben die Schöffen daher mit zu verantworten.


Vorschläge können bis zum 20. April 2018 bei der Stadtverwaltung eingereicht werden.

Das notwendige Bewerbungsformular steht unter folgendem Link zum Download bereit:


www.schoeffenwahl.de/schoeffenamt/

Auf Wunsch wird es auch dem/der Bewerber/in zugesandt.

Zu weiteren Auskünften steht Herr Storkenmaier vom Hauptamt (Tel. 102-255, thomas.storkenmaier@schillerstadt-marbach.de) gerne zur Verfügung.
Außerdem kann auch die Textausgabe des Gerichtsverfassungsgesetzes mit den entsprechenden Verwaltungsvorschriften eingesehen werden.


 

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