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Gasthaus Goldener Löwe

Niklastorstraße 39 (Karte)


Im Gasthaus "Goldener Löwe" in der Niklastorstraße 39 wurde 1732 die Mutter Friedrich Schillers, Elisabetha Dorothea Kodweiß geboren.

Das Vorgängergebäude war, da es außerhalb der Stadtmauer lag, beim Stadtbrand 1693 verschont geblieben. 1726 kaufte Schillers Großvater, der Bäcker Georg Friedrich Kodweiß, das Anwesen von Strumpfstricker Johann Georg Schmid und eröffnete wohl unmittelbar danach die Gastwirtschaft.

Da die Familie im Siegelring einen Löwen führte, übernahm Kodweiß das Wappentier für seine Gassenwirtschaft, die im Gegensatz zu den ständigen Wirtschaften damals nur zeitweise geöffnet war. So hatte der Abkömmling einer alteingesessenen und einflussreichen Marbacher Familie Zeit, seinem Amt als herrschaftlicher Floßverwalter nachzugehen, das er ebenfalls 1726 übernahm. Offenbar florierten die Geschäfte, denn um 1740/45 ersetzte Kodweiß das kleinere Haus durch das jetzige Gebäude.

 

Wenige Jahre später kam 1749 der Chirurg Johann Kaspar Schiller aus Bittenfeld als Kunde in das Gasthaus und heiratete noch im selben Jahr die Tochter des Wirtes. 1750 wurde dem Schwiegersohn Schiller der Anbau am Haus übertragen und er hoffte, eines Tages alles zu erben. Doch Kodweiß geriet durch Hochwasser und unglückliche Spekulationen in wirtschaftliche Schwierigkeiten, die damit endeten, dass er und Schiller 1756/57 das Gasthaus um 1200 Gulden und 10 Scheffel Dinkel an Johann Ludwig Pfuderer verkaufen musste.

Der „Goldene Löwe“ ist aber bis heute ein Gasthaus geblieben.

 

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