Schiller-Nationalmuseum

Der 1895 gegründete Schwäbische Schillerverein erbaute seinem Namenspatron das Museum, das sich wie ein Schloss weithin sichtbar über den Neckar erhebt und im Jahr 1903 feierlich eröffnet wurde. Gebaut wurde es zwischen 1901 und 1903 nach Plänen der bedeutenden Stuttgarter Architekten Ludwig Eisenlohr und Carl Weigle. Das Gebäude lehnt sich an spätbarocke Vorbilder wie das Schloss Monrepos in Ludwigsburg an. Der eingeschossige Putzbau trägt ein Mansard-Walmdach mit zentraler Kuppel

Zur Eröffnung des Schiller-Nationalmuseums reiste sogar König Wilhelm II. von Württemberg zu einem feierlichen Besuch nach Marbach. Auch Königin Elisabeth II. von England besichtigte die Dichter-Gedenkstätte während ihres Besuchs in Deutschland 1965.

Von Anfang an war das Haus nicht nur ein Literaturmuseum, sondern auch ein Literaturarchiv, hatte also Bildung und Forschung zum Ziel. Es war auch seit Beginn nicht allein Friedrich Schiller gewidmet, sondern der Literatur- und Geistesgeschichte Südwestdeutschlands insgesamt. So hat am 10. November 1903 eine Institution ihre Pforten geöffnet, die sich schnell Rang und Ansehen im Kreis der Bibliotheken und Archive, der Museen und Gedenkstätten verschaffen sollte.

Nach zwei Jahren Bauzeit wurde das Haus auf der Schillerhöhe zum 250. Geburtstag Friedrich Schillers am 10. November 2009 durch den damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler wiedereröffnet. Die Dauerausstellung zeigte einzigartige literarische Zeugnisse des 18. und 19. Jahrhunderts mit Schwerpunkt auf der Schwäbischen Dichtung. In den Innenräumen des 1903 erbauten Museums wurde der historische Bestand nach Plänen von David Chipperfield Architects neu interpretiert. 

2011 wurde es beim European Museum Award für seine »poetische und ästhetische Qualität und die mutige Konsequenz seiner Dauerausstellung« ausgezeichnet, die »selbstbewusst und objektorientiert ein großes Publikum für die Literatur« zu begeistern vermag. Zur Zeit wird die Konzeption überarbeitet, um die Objekte aus dem Archiv auf innovative und ökonomische Weise bei Tageslicht zeigen zu können und Schillers Ästhetik zu hinterfragen: Was kann das Ästhetische? Warum ist der Mensch nur da ganz Mensch, wo er spielt? Wie macht uns das Schöne frei?

Information

Mit der kostenlosen App "Marbacher Literaturmuseen" zur Dauerausstellung können Besucher im Museum und zu Hause Exponate suchen, finden und erforschen. Sie begleitet auch ins Schiller-Nationalmuseum.

Erhältlich ist sie für iOS im App Store / iTunes. Im Museum können iPads mit der App ausgeliehen werden.


App

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Kontakt

Schiller-Nationalmuseum und Literaturmuseum der Moderne
Schillerhöhe 8 - 10
71672 Marbach am Neckar
Tel.: 07144/848-601
E-Mail >
Website >

Das Schiller-Nationalmuseum ist wegen Ausstellungsumbaus voraussichtlich bis zum Herbst 2023 geschlossen.

Die Dauerausstellung im Schiller-Nationalmuseum ist daher mit den ›vier Schwaben‹ – Schiller, Hölderlin, Kerner und Mörike – und mit Luise Duttenhofers Scherenschnitten ins Literaturmuseum der Moderne umgezogen.

Corona Informationen
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Info

Geöffnet von

Das Schiller-Nationalmuseum ist wegen Ausstellungsumbaus voraussichtlich bis zum Herbst 2023 geschlossen.

Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr
Montags geschlossen, außer an Feiertagen.

Schließtage an Weihnachten/Jahreswechsel: 24., 25. und 31. Dezember


Öffnungs
zeiten

Preise

  • 9,00 €, ermäßigt 7,00 €, Familienticket 18,00 €, Gruppen 7 €/ Pers.

  • Schiller-Kombikarte (Eintritt in Schiller-Nationalmuseum, LiMo und Schillers Geburtshaus): 12,00 €
               
  • freier Eintritt: StuttCard-Bonus

Alle Ausstellungsräume sind barrierefrei zugänglich. Allerdings nicht uneingeschränkt erfahrbar. Dafür werden auf Anfrage spezielle Führungen und begleitet Einzelbesuche angeboten. Rollstühle und Klappstühle können ausgeliehen werden. Für seheingeschränkte Besucher werden an den beiden Museumskassen auf Anfrage Lupen ausgegeben. Damit können die Objekttexte in den Vitrinen vergrößert werden.


Eintritt

Lese-Garten-Café

Das Museumscafé ist zur Zeit geschlossen.


Museums Café