Miteinander. Füreinander.
Wir wünschen uns ein Marbach, in dem Menschen füreinander Verantwortung übernehmen und niemand mit seinen Herausforderungen allein bleiben muss. Eine Stadt, in der gute Ideen wachsen können, Nachbarschaften lebendig sind und Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird.
Genau daran arbeitet das Projekt „Aufbau einer Sorgenden Gemeinschaft in Marbach am Neckar“.
Warum gibt es das Projekt?
Unsere Gesellschaft befindet sich im Wandel. Menschen leben häufiger allein, Familien wohnen oft weiter auseinander und Einsamkeit wird zunehmend zu einer gesellschaftlichen Herausforderung. Gleichzeitig engagieren sich in Marbach viele Menschen in Vereinen, Initiativen, Kirchengemeinden und sozialen Einrichtungen. Dieses Engagement ist eine große Stärke unserer Stadt.
Nicht ohne Grund fördert auch das Land Baden-Württemberg Projekte wie dieses. Der demografische Wandel und gesellschaftliche Veränderungen zeigen, wie wichtig starke Nachbarschaften, gute Vernetzung und gelebtes Miteinander für die Zukunft unserer Städte und Gemeinden sind.
Marbach bringt dafür beste Voraussetzungen mit. Viele gute Angebote bestehen bereits. Oft kennen sie sich jedoch zu wenig, arbeiten nebeneinander oder es fehlen Zeit, Kontakte oder Ressourcen, um gemeinsame Ideen weiterzuentwickeln.
Genau hier setzt das Projekt an: Es möchte keine Vielzahl neuer Angebote schaffen, sondern Bestehendes besser miteinander verbinden, Menschen ins Gespräch bringen und dort unterstützen, wo gemeinsam etwas Neues entstehen kann.
Was bedeutet „Sorgende Gemeinschaft“?
Der Begriff klingt zunächst etwas sperrig. Dahinter steckt jedoch eine einfache Idee: Eine sorgende Gemeinschaft entsteht überall dort, wo Menschen füreinander da sind.
Nachbarinnen und Nachbarn unterstützen sich gegenseitig, Vereine arbeiten zusammen, Informationen werden leichter gefunden und Menschen finden schneller passende Unterstützung – oder Möglichkeiten, sich selbst einzubringen.
Eine sorgende Gemeinschaft bedeutet nicht, dass Einzelne alles leisten müssen. Im Gegenteil: Viele Menschen übernehmen gemeinsam Verantwortung – jede und jeder mit den eigenen Möglichkeiten. So entsteht ein Miteinander, das trägt und langfristig wachsen kann.
Unsere Rolle als Stadt
Die Stadt versteht sich dabei als Unterstützerin und Vernetzerin.
Wir schaffen den Rahmen, bringen Menschen zusammen, organisieren Beteiligungsformate und begleiten Ideen auf ihrem Weg zu konkreten Projekten. Wie eine sorgende Gemeinschaft in Marbach aussieht, möchten wir jedoch nicht am Schreibtisch entscheiden, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickeln.
Dabei bauen wir auf dem auf, was in Marbach bereits entstanden ist. Gemeinsam mit vielen Engagierten wurde in den vergangenen Jahren beispielsweise das Begegnungszentrum Treff Q aufgebaut, das heute als eigenständiger Verein Begegnung und Miteinander fördert. Das Projekt „Sorgende Gemeinschaft“ knüpft an diese Erfahrungen an und richtet den Blick auf die Innenstadt.
Unser Ziel
Das Projekt ist bis Ende 2027 angelegt.
Bis dahin möchten wir Menschen miteinander vernetzen, bestehende Strukturen stärken und neue Ideen auf den Weg bringen. Unser Ziel ist es, dass daraus langfristig Netzwerke und Projekte entstehen, die auch nach dem Ende der Förderung selbstständig weitergeführt werden – getragen von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Initiativen.
Denn eine sorgende Gemeinschaft entsteht nicht durch ein Projekt der Stadt. Sie entsteht durch die Menschen, die Marbach gemeinsam gestalten.
Projekt auf einen Blick
Laufzeit
2025 bis Ende 2027
Förderung
Programm Quartiersimpulse der Allianz für Beteiligung und des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg
Kooperationspartner
Treffpunkt Quartier Marbach e. V.
Ziel
Menschen vernetzen, bestehendes Engagement stärken und gemeinschaftliche Projekte auf den Weg bringen.