Ratten
Rattenbekämpfung in Marbach
Seit August 2024 sind im gesamten Stadtgebiet spezielle Köderschutzboxen zur Bekämpfung von Ratten im Kanalnetz eingebaut.
Die in den Boxen verwendeten Köder sind sicher untergebracht, um zu gewährleisten, dass nur die Zieltiere Zugang dazu haben. Der Einsatz dieser Schutzboxen soll zur dauerhaften Reduzierung der Rattenpopulation in der Stadt und zur Erhöhung der Hygiene und Sicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger führen.
Die Beköderung erfolgt gesetzeskonform. Es ist gewährleistet, dass das eingesetzte Gift nicht mit Wasser in Berührung kommen kann, sodass eine Gefährdung der Umwelt ausgeschlossen ist. Die verwendeten Schutzboxen sind speziell dafür entwickelt worden, die Köder vor äußeren Einflüssen, insbesondere Wasser, zu schützen und so eine sichere und effektive Bekämpfung zu ermöglichen.
Sollten Sie einen Rattenbau- oder Rattenbefall entdecken, bitten wir Sie dies dem Ordnungsamt der Stadt zu melden. Bitte melden Sie sich hierfür bei Frau Sihler telefonisch unter 07144/102-249 oder per E-Mail an amelie.sihler@schillerstadt-marbach.de.
Vorbeugende Maßnahmen
Die Bekämpfung von Ratten ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Es ist wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger ihre Umgebung sauber halten und aufmerksam sind.
Was kann jede/r Einzelne tun?
1. Müll und Abfälle korrekt entsorgen:
Ratten werden vor allem von offenem oder unzureichend verschlossenem Müll angezogen. Bitte verschließen Sie ihre Mülltonnen immer fest und vermeiden Sie es, Abfälle außerhalb der Müllabholzeiten hinauszustellen.
2. Keine Futterstelle für Ratten schaffen:
Das Füttern von Vögeln und anderen Wildtieren führt oft dazu, dass Ratten angelockt werden. Bitten achten sie darauf, das Futter nicht direkt in Bodennähe, sondern in geeigneten Futterspendern oder- häuschen zu platzieren. Entfernen Sie regelmäßig Futterreste und vermeiden Sie Überfütterung, damit keine Essensreste liegen bleiben, die Ratten anlocken können. So können Sie Wildtiere unterstützen, ohne ungewollte Gäste anzuziehen. Auch Futterreste zum Beispiel von Hasen im Außengehege können Ratten anlocken.
3. Gärten und Grundstücke pflegen:
Halten Sie ihre Außenbereiche frei von unnötigem Müll, Holzstapeln, dichtem Gestrüpp oder alten Gartenmöbeln, in denen sich Ratten verstecken können. Regelmäßiges Mähen und Aufräumen hilft, Lebensräume für Ratten unattraktiv zu machen.
4. Zugang zu Gebäuden sichern:
Kontrollieren Sie Keller, Garagen und andere Gebäudeteile auf mögliche Eintrittsstellen. Kleine Löcher, Rissen oder schlecht verschlossene Türen bieten Ratten Zugang und sollten geschlossen oder repariert werden.
Gesundheitsschutz
Hinweise und Informationen des Gesundheitsdezernats zu invasivem Insekt
Asiatische Tigermücke kann Viren übertragen
Ludwigsburg. Die Asiatische Tigermücke ist eine invasive Stechmückenart und breitet sich in Europa und damit auch im Landkreis weiter aus. Sie sticht tagsüber und kann Viren wie das Dengue- oder Chikungunya-Virus übertragen. Die Verringerung der Tigermückenpopulation ist ein Schlüssel, um sowohl die Infektionsgefahr als auch die Belästigung durch die Stechmücke zu verringern. Das Gesundheitsdezernat des Landratsamts gibt Hinweise und Informationen zu dem Insekt.
Die Asiatische Tigermücke brütet am liebsten menschennah. Bevorzugte Brutstätten finden sich rund ums Haus wie im Garten und auf dem Balkon, beispielsweise in Gießkannen, Blumentopfuntersetzern, Regentonnen, Planschbecken oder Vogeltränken. Bei günstiger Witterung, also während der warmen Sommermonate, reicht es für die Entwicklung der Tigermücke aus, wenn das Wasser in Behältnissen jeder Art sieben Tage lang steht und nicht austrocknet.
Deswegen sollte das eigene Grundstück auf Wasseransammlungen überprüft und diese potenziellen Brutstätten des Asiatischen Tigermücke entfernt werden. Beispielsweise sind Regentonnen abzudichten, eventuell mit einem Mückennetz. Wasser in Vogeltränken sollte regelmäßig erneuert werden. Wasserstellen, die weder entfernt noch abgedichtet werden können, sollten mit sogenannten Bti-Tabletten behandelt werden. Da die Mücke nicht an Grundstücksgrenzen Halt macht, ist es zudem sehr wichtig, auch Nachbarn zu informieren und zum Mitmachen anzuregen.
Der Stich einer Tigermücke sieht nicht anders aus als der Stich anderer Mückenarten. Daher lassen sich Stiche verschiedener Mückenarten nicht voneinander unterscheiden. Bleibt die Mückendichte durch die genannten Bekämpfungsmaßnahmen gering, ist eine Übertragung von Krankheiten wie Dengue oder Chikungunya in Deutschland auch bei höheren Umgebungstemperaturen unwahrscheinlich.
Empfehlung für Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer
Personen, die ein Land besuchen, in dem Krankheiten wie Dengue oder Chikungunya dauerhaft auftreten beziehungsweise ein aktuelles Ausbruchgeschehen beobachtet wird, sollten auf der Reise, aber auch danach auf konsequenten Mückenschutz achten. Diese Empfehlung gilt ohne Einschränkung und ist unabhängig von Krankheitssymptomen. Sofern sich Symptome nach einer Reise entwickeln, sollte dies beim Besuch des Hausarztes erwähnt werden. Insektenschutz an Fenstern und Türen sowie Insektenschutzmittel, sogenannte Repellentien, helfen beim Schutz vor Mückenstichen. Der Mückenschutz sollte noch für zwei Wochen nach der Rückkehr aufrechterhalten werden, um eine Übertragung des Virus auf eine Mücke zu vermeiden.
Verdachtsfälle können beim Gesundheitsdezernat des Landratsamts, bei der KABS e.V., beim Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg oder beim Mückenatlas gemeldet werden. An das Gesundheitsdezernat können die Exemplare entweder per Post eingesendet oder aussagekräftige Fotos per Mail an gesundheitsschutz@landkreis-ludwigsburg.de geschickt werden. Einsendende sollten dabei bitte darauf achten, dass der Kopf der Mücke von vorne und die Hinterbeine auf den Fotos zu erkennen sind, da dort die spezifischen Merkmale der Mücke zu sehen sind.
Pressestelle – Landratsamt Ludwigsburg, 71631 Ludwigsburg
Fon 07141 144 40395 oder 07141 144 43612
Mail presse@landkreis-ludwigsburg.de
Web www.landkreis-ludwigsburg.de