Deutsches Literaturarchiv Marbach

In den 1950er Jahren erfolgte die Erweiterung des Schiller-Nationalmuseums zum Deutschen Literaturarchiv. Man wollte die Doppelaufgabe, der literarischen Bildung wie der literaturwissenschaftlichen Forschung zu dienen, beibehalten.

Die Sammlungen in Handschriftenabteilung, Bibliothek und Bildabteilung wuchsen rasant und mit ihnen die Aufgaben der Erschließung und Benutzung. Dem enormen Zuwachs der Bestände trug man Rechnung, indem neben dem alten Gebäude im Jahr 1973 nach preisgekrönten Entwürfen der Stuttgarter Architekten Jörg und Elisabeth Kiefner sowie Wolfgang Lauber ein Neubau im Stile der damaligen Zeit erstellt wurde.

Das Deutschen Literaturarchiv zählt derzeit über 1.400 Schriftstellernachlässe, Archive literarischer Verlage sowie Zeitschriften und Gelehrtennachlässe. Es sieht sich bis heute als Sammel- und Forschungsstätte für jegliche Art von Nachlässen zur deutschen Literatur ab etwa 1750 und genießt internationales Ansehen. Regelmäßig sind namhafte Autoren zu Besuch.

Im März 2018 hat das Landesamt für Denkmalpflege das 1970 bis 1972 errichtete Deutsche Literaturarchiv (DLA) unter Denkmalschutz gestellt. Damit ist ein weiteres Bauwerk der Architekturepoche des Brutalismus – diese Bezeichnung geht auf den Begriff béton brut (›roh belassener Beton‹) zurück – eines der neuen „jungen Kulturdenkmale“ des Landes.

Kontakt

Deutsche Schillergesellschaft e.V.
Deutsches Literaturarchiv Marbach
Schillerhöhe 8-10
71672 Marbach am Neckar
Telefon +49 (0) 7144 / 848-0
Telefax +49 (0) 7144 / 848-299


Programm

Termine für Lesungen, Tagungen und Vorträgen finden Sie im Veranstaltungskalender unter Webseite >


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