Schiller & Co.
Friedrich Schiller
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Marbach am Neckar ist die Geburtsstadt von Friedrich Schiller. Am 10. November 1759 kam er im Gebäude Niklastorstraße 31 zur Welt.
Lange Jahre in Vergessenheit geraten, wurde das Gebäude im Jahre 1812 identifiziert und die Schillerverehrung in Marbach nahm ihren Anfang. 1859 gelangte es in den Besitz des Marbacher Schillervereins und wurde seitdem mehrmals völlig umgestaltet. Da vom ursprünglichen Haushalt der Familie Schiller kaum noch etwas erhalten ist, sind in den Vitrinen des als Museum hergerichteten Gebäudes Erinnerungsstücke aus allen Lebensphasen des Dichters zu sehen, während die literarische Überlieferung im Schiller-Nationalmuseum auf der Schillerhöhe ihren Platz hat.
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Dort steht in der kleinen Parkanlage auch das von Ernst Rau entworfene Schillerdenkmal, um das sich die Marbacher mehr als vierzig Jahre lang bemüht hatten und das erst 1876 aufgestellt werden konnte, nachdem Kaiser Wilhelm I. den Befehl zur Lieferung von 32 Zentnern französischer Geschützbronze zu dessen Guß gegeben hatte.
Schiller war ein genialer Dichter weltbekannter Dramen und Balladen (u.a. "Die Räuber", Kabale und Liebe", "Die Glocke", "Wilhelm Tell"). Autor bedeutender philosophischer und geschichtlicher Schriften. Am 09.05.1805 in Weimar gestorben.
Ludwig Hofacker
(Wildbad 1798 - Rielingshausen 1828)
Pietistischer Theologe und Schriftsteller.
Die "Allgemeine Deutsche Biographie" von 1880 nennt Ludwig Hofacker "einen der bedeutendsten und eingreifendsten Prediger dieses Jahrhunderts". Eine treffende Charakterisierung verfaßte Hermann Ehmer einleitend in seinem Lebensbild Hofackers im Rielingshäuser Heimatbuch von 1996: "Knapp zweieinhalb Jahre, von 1826 bis 1828, war Ludwig Hofacker Pfarrer von Rielingshausen. Er war schon ein bekannter Prediger, als er hierher kam und hat weit über Rielingshausen hinaus gewirkt, wo er im Alter von 30 Jahren starb. Hofackers Predigten haben noch lange nach seinem Tod durch das Predigtbuch, das von seinem Bruder herausgegeben wurde, in Dutzenden von Auflagen unzähligen Menschen im deutschen Sprachraum und darüber hinaus als Andachts- und Erbauungsbuch gedient. Sein kurzes Wirken als Prediger und die Wirkung seines Predigtbuches machen die Bedeutung Hofackers aus."
Philipp Joseph Jenisch
Um 1670 in Marbach am Neckar geboren. Nach abgeschlossenem Theologiestudium wegen seiner mathematischen und technischen Begabung auf Befehl des Herzogs Eberhard Ludwig zusätzlich Studium der Baukunst.
Gestorben am 30.06.1736 als Ephorus (Direktor) des Seminars in Blaubeuren.
Burkard David Mauchart
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Am 19.04.1696 als Sohn des Physikus (Amtsarzt) in Marbach am Neckar geboren. Medizinstudium in Tübingen. Professor der Anatomie und Chirurgie in Tübingen, Herzoglicher Rat und Leibarzt des Herzogs Karl Alexander, Mitglied der Kaiserlichen-Deutschen Akademie der Naturforscher (Hauptfach: Augenheilkunde). Er schrieb vielbeachtete Abhandlungen über seine medizinischen Forschungen.
In Tübingen gestorben am 11.04.1751. |
Tobias Mayer
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Am 17.02.1723 in Marbach am Neckar, Torgasse 13, als Sohn eines Wagners geboren. Ohne vollständige Schulbildung als Autodidakt ganz hervorragende physikalische und mathematische Kenntnisse. Ohne Hochschulstudium mit 28 Jahren Professor der Mathematik in Göttingen und drei Jahre später Leiter der dortigen Universitätssternwarte. Berühmt durch seine außerordentlichen geographischen und astronomischen Forschungen sowie durch seine Mondtafeln. Ein Krater des Mondes ist nach ihm benannt. Am 20.02.1762 in Göttingen gestorben.
Das Geburtshaus von Tobias Mayer befindet sich heute im Besitz des gleichnamigen Vereins und beherbergt ein Museum zum Lebenswerk von Tobias Mayer.
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Dr. Alexander Seitz
Um 1470 in Marbach am Neckar geboren. Studium der Medizin in Tübingen und Italien. Arzt in Marbach. Autor medizinischer, philosophischer und politischer Schriften. Sprecher der Bauern im Aufstand des "Armen Konrad". Flucht in die Schweiz vor den Häschern Herzog Ulrichs. Geschätzter Frauen- und Badearzt in Baden (Kanton Aargau). Ausweisung wegen politischer Agitation. Zeit seines Lebens auch an anderen Orten (Reutlingen, Straßburg, Zürich, Basel) ein glühender Verfechter von Freiheit und Gerechtigkeit. Unbekannten Ortes verstorben.
Dr. theol. Johann Jakob Steinhofer
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Am 22.01.1640 in Marbach am Neckar geboren. Theologiestudium. Vermutlich Hauslehrer und Erzieher der Tochter des Herzogs Friedrich Karl von Württemberg. Als diese den Markgrafen von Bayreuth heiratete, holte sie Steinhofer als Hofprediger an ihren Hof. In Bayreuth kam er zu höchsten Ehren als Oberhofprediger und Generalsuperintendent. Gestorben am 07.01.1692.
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Carl Georg von Wächter
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Am 24.12.1797 in Marbach am Neckar als Sohn des Oberamtsmanns geboren. Jurastudium in Tübingen. Mit 21 Jahren Professor der Rechte in Tübingen, später Rektor und Kanzler der Universität Tübingen. Präsident der Ständekammer in Stuttgart. Kurze Zeit Präsident des höchsten Gerichtshofs in Lübeck. Berufung als Professor an die Universität Leipzig. Auszeichnung mit hohen Titeln und Orden. Erhebung in den erblichen Adelsstand durch den König von Sachsen. Verfasser rechtswissenschaftlicher Abhandlungen und Bücher. Am 15.01.1880 gestorben.
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Ottilie Wildermuth
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Geboren am 22.02.1817 in Rottenburg am Neckar, gestorben 12.07.1877. Tochter des Oberamtsrichters Gottlob Rooschüz.
In ihrer Jugend lebte die Schriftstellerin in Marbach am Neckar. An dem Haus Wildermuthstraße 5 erinnert heute eine Gedenktafel an die Autorin vielgelesener Erzählungen, Novellen und Jugendschriften.
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© Schillerstadt Marbach 2000. Hinweis zur Rechtslage.
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