Stadtarchiv Marbach am Neckar
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schriftliche oder gedruckte Unterlagen sowie museale Exponate aller Epochen aus Marbach und Umgebung zur Dokumentation der Stadtgeschichte. Die Beständeübersicht unten zeigt das Sammelspektrum.
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Archivbenutzung
Archivbenutzung nach telefonischer Terminvereinbarung,
jedoch nur
Montag 9 - 12 und 14 - 18 Uhr
Mittwoch 9 - 12 Uhr.
Annahme von externen Telefonaten:
Montag 9 - 12 und 14 - 18 Uhr
Mittwoch 9 - 12 Uhr
Freitag 9- 12 Uhr
Die Archivbenutzung ist im Jahr 2008 stark eingeschränkt,
da das Magazin aufgrund der Stadthalllensanierung geräumt werden musste.
Beständeübersicht Stadtarchiv Marbach am Neckar
-- Marbach --
- Rechnungen 1688 - 1979
- Bände 1688 - 1979
- Akten 1580 - 1979
- Inventuren und Teilungen 1709 - 1899
- Grundschule Akten und Bände
- Gymnasium Akten und Bände
- Feuerwehr
-- Rielingshausen --
- Rechnungen und Bände 1703 - 1972
- Akten 1718 - 1973
- Inventuren und Teilungen 1752 - 1899
-- Siegelhausen --
- Bürgermeisterrechnungen
- Inventuren und Teilungen
- Bände und Akten
-- Nachlässe --
- Berger-Pfund (Fernöstliche Philosophie)
- Karl Bühl (Murr)
- Gertrud Finkbohner
- Freihardt
- Friedrichs (Hallenbad)
- Gehr
- Gentner
- Ernst Holzwarth (RH)
- Otto Kleinknecht
- Gerhard Kopf
- Maria Koppenhöfer
- Hermann Lauer
- Lochmann
- Emilie Pröger
- Karl Reinhard (Vorlaß)
- Hermann Remppis
- Johann Friedrich Richter
- Richard Scheu (Rh)
- Hermann Schick (Vorlaß)
- Hermann Seeger (s. Sammlungen)
- Wimmer (Gästebuch Hotel Post 1930 - 1955)
-- Partei-, Genossenschafts, Firmen - und Vereinsarchive --
- Alexander-Seitz-Geschichtswerkstatt
- Bezirksgewerbeverein Oberamt Marbach (Protokollbuch 1911 - 1922)
- Bock und Feil, Stuhlfabrik (s. auch Sammlungen)
- Bürgergesellschaft
- Bullenhaltungsverein (Rh)
- Deutsch-Konservativer Verein
- Gewerbeschulrat
- Kinderpflegkomitee (Protokollbuch 1878 - 1974)
- LABAG
- Lesegesellschaft
- Liederkranz
- Milchverwertungsgenossenschaft (Rh)
- Obst- und Gartenbauverein Oberamt Marbach (Protokollbuch 1900 - 1920)
- Ruderverein (Depositum)
- Schillergau Schwäbischer Sängerbund
- Schillerverein 1835 - 1985 (Depositum)
- Schwimmverein (Depositum)
- SPD (Depositum)
- Spielplatzverein
- Verein der Gewerbetreibenden
- Verschönerungsverein
- Otto Volz, Ölfabrik
-- Sammlungen --
- Diasammlung Fritz Bauer (1938/1942, ca. 200)
- Diasammlung Hans Besch (Depositum, ca. 2.000)
- Diasammlung Ernst Liebe (Depositum, ca. 100)
- Diasammlung Hermann Sindlinger 1968 - 1998 (ca. 30.000)
- Diasammlung Stadtarchiv (1990 - 1999, ca. 5.000)
- Fotoalben (ca. 20)
- Glasplattennegative Bock und Feil, Stuhlfabrik (ca. 2.000)
- Glasplattenpositive Kreisbildstelle Marbach (ca. 1.000)
- Historisch-Genealogische Sammlung
- Kopien von Fremdbeständen (ca. 5.000)
- Luftaufnahmen (ca. 300)
- Mikrofiche (ca. 50)
- Mikrofilme (ca. 80)
- Nachlaß Hermann Seeger (mehrere Photoalben)
- Plakate (ca. 800)
- Postkarten (ca. 300)
- SW-Negative (ca. 3.000)
- SW-Photographien (ca. 20.000)
- Zeitungsausschnitte (ca. 10.000)
-- Archivbibliothek --
- Archivfachliche Literatur
- Eigene und fremde Findbücher
- Marbach und Umgebung
- Adreßbücher Marbach 1930 - 1999
- Kreis Ludwigsburg
- Einzelne Orte
- Baden-Württembergika
- Deutsche und Allgemeine Geschichte
- Technik-, Kirchen-, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte
- Ausstellungskataloge
- Hilfswissenschaften
- Biographische und allgemeine Nachschlagewerke
- Literaturwissenschaft (mit Schiller)
- Pädagogik, Naturwissenschaften, Theologie
- Schenkung Rüdiger Heilgeist
- Schenkung Arnegunde Bärlin (NL Otto Majer)
- Schenkung Roller, Sindelfingen
- Gesetz- und Amtsblätter, Verwaltungszeitschriften
- Juristische- und Verwaltungsliteratur
- Zeitschriften und Periodika
- Der Postillon 1845 - 1924
- Marbacher Zeitung 1925 - 1998
- Mitteilungsblätter Rielingshausen 1969 - 1999
-- Museale Sammlungen --
- Walter - Entenmann- Stiftung
- Sammlung Grundschule
- Städtische Sammlung
- Sammlung Schillerverein
- Sammlung Heimat- und Museumsverein Rielingshausen
Jahresbericht 2007 des Stadtarchivs
- Benutzung des Archivs (in Klammern
Vorjahreszahlen)
Das Stadtarchiv wurde im Jahr 2007 von 82 (73) Benutzern besucht. Da
einzelne Benutzer mehrfach die Dienste in Anspruch nahmen, ergeben sich
insgesamt 142 (112) Archivbenutzungen.
Die Zahl der Erstbenutzer und vor allem aller Benutzungen hat im Vergleich
zum Vorjahr deutlich zugenommen, da seit Bezug der neuen Büroräume die
Benutzungsbedingungen wesentlich verbessert wurden. Ca. 20 Benutzungen gehen
allein auf eine Schülergruppe zurück, die einen Seminarkurs zum Ersten
Weltkrieg am FSG belegt.
Leicht zugenommen haben erneut die Anfragen. Neben zahlreichen telefonischen
Auskünften wurden vom Stadtarchivar im Berichtsjahr insgesamt 98 (103)
Anfragen, davon 76 (68) über e-mail, beantwortet. Somit wurden zwar
Schreibkräfte entlastet, hingegen nahm die Arbeit für den Archivar zu. Über
telefonische Auskünfte sowie die zunehmende Nutzung von Archivakten durch
die Verwaltung wurden keine Vermerke gemacht.
- Schriftgutverwaltung
Da die Schriftgutverwaltung ab 2010 zu Lasten der Öffentlichkeitsarbeit
ausgebaut werden soll, war es unerlässlich, ein ‚Verzeichnungsprogramm zu
erwerben. Man entschied sich für Augias. Herr Gühring besuchte von 6. –
7.11. eine Schulung.
Im Berichtsjahr mussten aufgrund von Platzmangel in der Registratur bzw.
aufgrund ihrer Laufzeit vor 1995 ca. 30 Ordner von der Rathausregistratur in
das Archivmagazin Stadthalle verbracht. Diese Akten unterliegen der
30-jährigen Sperrfrist.
Durch Herrn Wolfgang Richter („1,50-Euro-Jobber“) wurden im Rahmen der
Schriftgutverwaltung ca. 50 laufende Meter Akten von Ordnern in Archivboxen
umgepackt, wobei ca. fünf laufende Meter Schriftgut kassiert wurden. So
entstand eine erhebliche Platzersparnis, da die Boxen wesentlich weniger
Platz einnehmen.
Im Rahmen der Schriftgutverwaltung wurden im Berichtsjahr weitere
Kassationen in Archiv und Registratur durchgeführt. Dabei wurden ca. 20
laufende Meter Schriftgut der Vernichtung zugeführt.
In bewährter Weise übernahm die Fa. Helmut Raum, Römerstein, die
Restaurierung von Archivalien sowie Bindearbeiten der Marbacher Zeitung.
Restauriert und verfilmt wurden auch Bestände des Standesamtes. Hier
erfolgte zuvor eine Beratung des Standesamtes durch das Stadtarchiv.
Im Rahmen der Sanierung Marktstr. 25 wurde bei der Aktenaussonderung
mitgewirkt.
Frau Rektorin Mandel übergab Schulakten der Grundschule Rielingshausen an
das Stadtarchiv. Ebenso wurden Akten der Uhlandschule übernommen.
-
Archivbibliothek, Sammlungen,
Schenkungen, Nachlässe, Deposita, Geldspenden
Die Archivbibliothek wurde durch Kauf, Tausch und Schenkung neuer und
antiquarischer Bücher erweitert.
Die Plakatsammlung wurde im Berichtsjahr um ca. 100 Plakate ergänzt und wird
seit November mit Augias verzeichnet. Die kontinuierliche Verzeichnung
besorgten Frau Kranich und Frau Bretzendorfer, die auch die rund 700
angefallenen Zeitungsausschnitte in die Systematik eingliederten. Die Zahl
der Zeitungsausschnitte wurde erneut reduziert. Auch die weiteren
Sammlungen, z.B. Ansichtskarten, Grafik usw. wurden ergänzt.
Frau Rita Schramm, Marbach, lieferte im Rahmen der Diadokumentation für die
Stadt Marbach am Neckar im Berichtsjahr ca. 750 Dias ab. Die Fotosammlung
wurde im Berichtsjahr durch die ehrenamtliche Arbeit von Frau Brigitte
Diemer kontinuierlich weiter verzeichnet.

Gutschein über 500.000Mark
Die Sammlungen wurden nicht nur durch Neuerwerbungen, sondern auch durch
Sachspenden und Dauerleihgaben ergänzt. Als Schenker traten auf Elly Laub,
Agnes Ebinger, Irmgard Edeling, Eberhard Hubrig, Albrecht Bürkle, Dr.
Maerker, Gerhard Achillers, Jürgen Wieland, Prof. Bernhard Zeller, Hermann
Breitenbücher, Ursula Fink, Charlotte Bretzendorfer, Otto Arnold, Walter
Stirm, Lorenz Obleser, Claus Reiff,, Dr. Wolfgang Müller, Winfried Feifel,
Kurt Holzwarth, und Bärbel Brauchle, Barbara Kling und Wolfram Linnebach.
Dazu kommen Unterlagen des Albvereins (Herr Traub), des FC Marbach (Herr
Schmiedel), der Naturfreunde Marbach (Herr Hildenbrand) und der Freien
Wählervereinigung (Herr Hubrig) sowie der Nachlasss Gerhard Achilles.
Besonders misslich ist nach wie vor der enge finanzielle Spielraum des
Archivetats, zumal auch die Geldspendenbereitschaft der Bürgerschaft
nachgelassen hat. 2007 gingen drei Geldspenden in Höhe von zusammen 480 Euro
ein.
Für 2009 wird beantragt, die Anfang der 1990er-Jahre durchgeführte Kürzung
des Archivetats um 25 % wieder rückgängig zu machen.

Wirtschaft "zum Schiff"
- Museale Aktivitäten
Vom Stadtarchiv werden das Technische Kulturdenkmal Ölmühle und das
Dorfmuseum Kelter Rielingshausen fachlich mitbetreut. In Rielingshausen ist
allerdings eine zunehmende Einschränkung der musealen Tätigkeit aufgrund des
Fehlens von hauptamtlichem Personal zu vermelden. Teile einer Kelterpresse
wurden als Dauerleihgabe an das Weinbaumuseum Mundelsheim abgegeben.
Ein Stadtmuseum scheint derzeit nicht realisierbar, wird aber weiter
angestrebt. Eventuell wird sich hierfür ein Verein gründen. Das Stadtarchiv
verfolgt eine moderate Sammelpolitik musealer Exponate.
- Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit
a) Vorträge und Führungen
- 15.6. Kurzvortrag zu Hausmarken anlässlich der Einweihung der Hausmarke
Baader in der Mittleren Holdergasse
- 4.10. Archivführung für 24 Schüler des Berufsschullehrers Hansjörg Gerste
- 16.11. Stadtführung für die Bürgerinnen und Bürger, die Hinweisschilder an
ihre Häuser bekommen haben
- 15.12. Festvortrag 50 Jahre Stadtteil Hörnle
b) Sonstige Projekte und Aufgaben (Auswahl)
- Teilnahme an 12 Besprechungen zum Schillerjahr 2009
- Teilnahme an zwei Besprechungen zum 18. Jahrhundert-Fest (Arbeitstitel)
- Federführung bei den geplanten Veranstaltungen 1000 Jahre Markt- und
Münzrecht
- Federführung bei der Erstellung eines neuen Bildbandes
- Mithilfe beim Erstellen der Texte für die Beschilderung historischer
Gebäude in Rielingshausen
-Stadtgeschichtliche Beratung bei er Neueinrichtung des Schillerhauses
- Beratung des Registraturpersonals sowie der Verwaltung in
Registraturangelegenheiten
- Marbacher Schillerverein: Teilnahme an den Vorstandssitzungen, Mitarbeit
bei Publikationen (Traugott Haffner v. H.G. Keppler)
- Unterstützung kultureller und touristischer Aktivitäten
- Beratung der Stadtführer
c) Fortbildung
- 18.4. Treffen der AG hauptamtlicher Archivare im Städtetag
Baden-Württemberg
- 26. – 27.9. Deutscher Archivtag Mannheim
- 8. – 10.10. Fortbildung zu Nachlässen im Archiv
d) Außerdienstliche Tätigkeiten betr. Marbach
- 27.2. – 20.3. Seminar Lesenlernen der alten Deutschen Schrift (Schiller-VHS)
- 5.3. Gast bei „Marbacher Köpfe“ (Schiller-VHS)
- 14.9. Schwäbische Stadtführung als Holdergässler Joseph Dickkopf
(Schiller-VHS)
- Beitrag zu Marbach in einem Ausstellungskatalog des Stadtmuseums Esslingen
zum Neckar
- Publikation über Epitaphien und Grabdenkmale in der Alexanderkirche in den
Südwestdeutschen Blättern für Familien- und Wappenkunde Bd. 25/2007
- Publikation „50 Jahre Stadtteil Hörnle“ in den Ludwigsburger
Geschichtsblättern 61/2007
- Personal
Frau Anette Horn übernimmt den Großteil der anfallenden Schreibarbeiten des
Archivs und betreute bis August 2007 die Ablage. Sofern es ihre Arbeit
zulässt, soll sie alle zwei Wochen einen Dienstagnachmittag im Stadtarchiv
helfen. Dies wurde nur einmal realisiert. Frau Christina Wahl, die in der
Registratur tätig ist, arbeitete für das Stadtarchiv an der Erfassung der
Sammlungen, hauptsächlich der Plakat- und Zeitungsausschnittsammlung. Auch
sie soll, sofern es ihre Arbeit zulässt, Mittwochvormittags im Stadtarchiv
helfen. Dies war nur zweimal möglich.
Frau Katrin Kranich absolvierte im Rahmen ihrer Ausbildung zur
Diplom-Archivarin (FH) ihr Abschlusspraktikum von 3. April bis 7. September
im Stadtarchiv. Sie erstellte dabei das Findbuch 8 „“Marbacher Schulakten“.
Ab 20. April war Herr Wolfgang Richter („1,50-Euro-Jobber“) an 14 Tagen
jeweils donnerstags und freitags im Stadtarchiv hauptsächlich mit
Umpackungsarbeiten beschäftigt.
Seit 3. September ist Frau Charlotte Bretzendorfer als Auszubildende
(Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste Fachrichtung Archiv) im
Stadtarchiv. Sie übernimmt u.a. die Ablage, die Plakatverzeichnung, das
Einordnen der Zeitungsauschnitte sowie die Vorordnung der sonstigen
Sammlungen. Vom Stadtarchivar erhält sie, wenn es die Zeit zulässt,
dienstzeitbegleitenden Unterricht.
Frau Brigitte Diemer arbeitete im Berichtsjahr ehrenamtlich an ca. 25 Tagen
jeweils ca. 6 – 8 Stunden an der Fotosammlung des Stadtarchivs und leistete
so rund 180 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Frau Helga Widler arbeitet
ebenfalls ehrenamtlich im Stadtarchiv, wo sie 2007 an acht Tagen
hauptsächlich mit Umpackarbeiten beschäftigt war. Zudem besorgte sie die
Einordnung der von der Registratur übernommen Akten. Den Damen gebührt
besonderer Dank.
Als Verwaltungsauszubildende waren Christian Hofer (18. – 28. Juni) sowie
Julia Christoph (16., 26. u. 27. Juli) im Stadtarchiv.
Praktika absolvierten am 22. März Marco Russo, von 30. Juli bis 3. August
Katja Stängle und von 20. bis 22. August Anna-Lisa Kranich.
- Büro- und Magazinräume
Das Jahr 2007 war zunächst noch vom Umzug in die neuen Büroräume in der
Stadthalle geprägt. Sie wurden im Rahmen eines „Tags der offenen Tür“ am 1.
Juli eingeweiht und haben die Arbeitsmöglichkeiten, besonders auch die
Benutzerbetreuung, wesentlich verbessert. Getrübt wurde die neue Situation
durch die Ende des Jahres in Angriff genommene Sanierung der Stadthalle, die
Arbeit und Benutzung einschränkt. Von 21. – 24.11. wurde durch die Fa. Raum
aus Römerstein die unumgängliche Räumung sämtlicher Magazinräume
vorgenommen. Die Auslagerung erfolgte in ca. 3000 Umzugskartons mit einem
Gewicht von über 50 Tonnen.
Ein besonderes Lob gilt dem Bauhof, der weitere Archivalien sowie
Großexponate abtransportierte und zudem Schränke und Regale abbauen musste.
Die beiden verbliebenen Büroräume wurden mit möglichst viel „Material“
angefüllt, wobei jetzt schon absehbar ist, dass aufgrund der vielen
Sonderprojekte, hauptsächlich für 2009, das vorgenommene Aufarbeitungsziel
2008 nicht erreicht werden kann. Auch die Benutzung ist eingeschränkt.
- Ausschau
Bei Neubezug der Magazinräume, die um über 100 qm erweitert werden, sollten
gleich Rollregalanlagen eingebaut werden. Damit wäre die Platzfrage für die
nächsten Jahre gelöst ist.
Das Stadtarchiv strebt nach wie vor an, den Einmann-Betrieb mit einer
weiteren Kraft aufzustocken, wie es in fast allen Archiven üblich ist.
Besonders im Hinblick auf Routinearbeiten, wie Pflege der Sammlungen,
Beantwortung von Anfragen und der Benutzerbetreuung, vor allem aber auch im
Bereich der Schriftgutverwaltung wäre dies sehr notwendig. Besonders die
Schriftgutverwaltung ist in den letzten 18 Jahren zu kurz gekommen. Hier
muss ab 2010 deutlich mehr Zeit investiert werden.
Folgende Jubiläen stehen bis 2010 an:
2008
100 Jahre Krankenhaus
25 Jahre Denkmalschutz für die Stadt als Gesamtanlage
200. Geburtstag Gottlieb Wildermuth aus Rielingshausen (Urgroßvater von Max
Frisch)
2009
1000 Jahre Markt- und Münzrecht
250. Geburtstag Friedrich Schiller
150 Jahre Schillerhaus als Museum
50 Jahre Schillerpreis
30 Jahre Marbach-Süd?
300 Jahre Ansiedlungsaufruf für Ludwigsburg
60 Jahre Bundesrepublik
20 Jahre Maueröffnung (9. November)
2010
400. mutmaßlicher Todestag Simon Studion
175 Jahre Schillerverein
150 Jahre Schillerglocke
Siegelhausen 200 Jahre beim Oberamt Marbach
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Jahresbericht 2006 des Stadtarchivs
-
Benutzung des Archivs (in Klammern Vorjahreszahlen)
Das Stadtarchiv wurde im Jahr 2006 von 73 (82) Benutzern besucht. Da
einzelne Benutzer mehrfach die Dienste in Anspruch nahmen, ergeben sich
insgesamt 112 (129) Archivbenutzungen.
Die Zahl der Erstbenutzer und Benutzungen hat im Vergleich zum Vorjahr
abgenommen, da durch die Baumaßnahmen im Archivmagazin Stadthalle sowie die
Ausstellung „100 Jahre Strom“ die Benutzungsmöglichkeit eingeschränkt war.
Leicht zugenommen haben erneut die Anfragen. Neben zahlreichen telefonischen
Auskünften wurden vom Stadtarchivar im Berichtsjahr insgesamt 103 (98)
Anfragen beantwortet. Zahlreiche Fragen bezogen sich auch auf Schiller,
Schillers Familie und Schillers Werk. 68 (67) dieser Anfragen gingen per
e-Mail ein und wurden meist ebenso wieder beantwortet. Somit wurden zwar
Schreibkräfte entlastet, hingegen nahm die Arbeit für den Archivar zu. Über
telefonische Auskünfte sowie die zunehmende Nutzung von Archivakten durch
die Verwaltung wurden keine Vermerke gemacht.
-
Schriftgutverwaltung
Im Berichtsjahr mussten aufgrund von Platzmangel in der Registratur bzw.
aufgrund ihrer Laufzeit vor 1995 ca. 100 Ordner von der Rathausregistratur
in das Archivmagazin Stadthalle verbracht. Diese Akten unterliegen der
30-jährigen Sperrfrist.
Vom Stadtarchivar wurden im Rahmen der Schriftgutverwaltung ca. 30 laufende
Meter Akten vorgeordnet und verpackt, wobei weitere ca. 3 laufende Meter
Schriftgut kassiert wurden.
Im Rahmen der Schriftgutverwaltung wurden im Berichtsjahr die üblichen
Kassationen in Archiv und Registratur durchgeführt. Dabei wurden 69 Ordner,
43 Archivboxen und 10 Aktenmappen mit Akten aus der Zeit von 1989 bis 2004
der Vernichtung zugeführt (s. Anlage 1). Frau Wahl wurde bei der Kassation
ehrenamtlich durch Frau Helga Widler unterstützt. 2005. In bewährter Weise
übernahm die Fa. Helmut Raum, Römerstein, die Restaurierung von Archivalien
sowie Bindearbeiten der Marbacher Zeitung. Restauriert wurden auch Bestände
des Standesamtes. Hier erfolgte zuvor eine Beratung des Standesamtes durch
das Stadtarchiv.
-
Archivbibliothek, Sammlungen, Schenkungen, Nachlässe, Deposita,
Geldspenden
Die Archivbibliothek wurde durch Kauf, Tausch und Schenkung neuer und
antiquarischer Bücher erweitert. Die Titelaufnahmen besorgte Frau Horn.
Die Plakatsammlung wurde im Berichtsjahr um 110 Plakate ergänzt und umfasst
jetzt 2.609 Plakate. Die kontinuierliche Verzeichnung besorgte Frau Wahl und
Frau Horn sowie Frau Schleer , die auch die rund 800 angefallenen
Zeitungsausschnitte in die Systematik eingliederten. Die Zahl der
Zeitungsausschnitte wurde erneut reduziert. Auch die Sammlung von
Ansichtskarten sowie Kopien fremder Archivalien und CD-ROMs wurde ergänzt,
ebenso die Sammlung musealer Exponate usw.

Ansichtskarte aus Marbach, Elektrizitätsanlagen
Frau Rita Schramm, Marbach, lieferte im Rahmen der Diadokumentation für die
Stadt Marbach am Neckar im Berichtsjahr ca. 800 Dias ab. Die Fotosammlung
wurde im Berichtsjahr durch die ehrenamtliche Arbeit von Frau Brigitte
Diemer kontinuierlich weiter verzeichnet. Frau Diemer arbeitete im
Berichtsjahr an rund 25 Tagen ehrenamtlich je ca. 6 – 8 Stunden.
Die Sammlungen wurden nicht nur durch Neuerwerbungen, sondern auch durch
Sachspenden und Dauerleihgaben ergänzt. Als Schenker traten auf Dieter
Baader, Vilma Badey (über Hern Hager), Arnegunde Bärlin, Hermann
Breitenbücher, Erhard Kalko, Dr. Peter Kirsch, Dr. Gerhard Kopf, Werner
Kraus, Elly Laub, Hermann Lauer, Wolfram Linnebach, Christiane Lohkamp,
Karl-Heinz Oppenländer, Anna Rau, Adolf Schnabl, Jaques Tillie, Gertrud
Wiech, Inge Wolf, Mathilde Wormslev, Gertrud Zahs und Prof. Bernhard Zeller.
Besonders herausragend sind der zweite Teil des Nachlasses von Dr. Gerhard
Kopf, ein Buch zur Einweihung des Laufwasserkraftwerks 1900, eine Haarlocke
von Ottilie Wildermuth, eine Originalzeichnung der Stadtkirche, aber auch
einige selten Ansichtskarten.
Von besonderer Bedeutung st ein über Dr. Hermann Schick, Marbach,
vermitteltes Faszikel mit Unterlagen zur Familie des 1794 geborenen
Marbacher Präzeptors Johann Friedrich Richter.
Für 2005 sind noch Nachzutragen Schenkungen von Isolde Gentner, Frau Hern,
Frau Kempinger, Käthe Krebs, Herwart Oberweich, Angela Pfund, Gerhard Roth,
Anneliese Schaupp, Monika Seeger, Gerda Wieland und Jeanette Zenko.
Besonders misslich ist der enge finanzielle Spielraum des Archivetats, zumal
auch die Geldspendenbereitschaft der Bürgerschaft nachgelassen hat. 2006
gingen zwei Geldspenden ein: € 300,- von einer Marbach Bürgerin und € 50,-
von einem hiesigen Stadtrat. Für 2008 wird dringend angestrebt, die Anfang
der 1990er-Jahre durchgeführte Kürzung des Archivetats um 25 % wieder
rückgängig zu machen.

Puzzle EVS Kraftwerk Marbach III
-
Museale Aktivitäten
Vom Stadtarchiv wird das Technische Kulturdenkmal Ölmühle fachlich
mitbetreut.
Das Dorfmuseum Kelter Rielingshausen wird fachlich mitbetreut. Hier ist
allerdings eine zunehmende Einschränkung der musealen Tätigkeit aufgrund des
Fehlens von hauptamtlichem Personal zu vermelden.
Eine Realisierung des Stadtmuseums im Gebäude Niklastorstraße 21, das 1990
zu diesem Zweck erworben wurde, wäre wünschenswert und dem Tourismus sicher
zuträglich. Das Projekt sollte jedoch nur realisiert werden, indem
mindestens eine feste Halbtagsstelle dafür geschaffen wird. Es wird
empfohlen, einen Förderverein zu gründen. Vielleicht kann hierfür künftig
der Förderverein Alexanderkirche eintreten.
-
Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit
a) Vorträge und Führungen
- 25.4. Friedrich Schillers Marbacher Vorfahren (Vortrag bei der
Mitgliederversammlung des Marbacher Schillervereins)
- 25.7. Stadtführung für die 7. Klasse der Anne-Frank-Realschule im Fach
Geschichte
- 18.9. Vortrag beim Marbacher Männervesper „Kriminalfälle in Marbach“
- 29.9. Stadt- und Archivführung für die städtischen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter
- Dreharbeiten zu einem Marbach-Film (Herr Herold,)
b) Ausstellungen und Veröffentlichungen
- 24.9. Vernissage der Ausstellung über Dekan Gruber von Eberhard Hubrig in
der Alexanderkirche (Stadtarchiv: Beratung)
- Mitarbeit beim Schülerprojekt zur Publikation des 3. Bandes der neuen
Schriftenreihe des Schillervereins unter Federführung von Ulrich von Sanden
((„Erlebt, verloren, wiedergefunden“)
- 15.10. – 19.11. Ausstellung 100 Jahre Strom in Marbach. Die ehrenamtliche
Aufsicht übernahmen an drei Sonntagen Frau Pumm, Frau Widler und Herr
Achilles
c) Außerdienstliche Tätigkeiten betr. Marbach
- 12.5.. „Emma und Otto“. Liebesbriefe aus dem Stadtarchiv (gemeinsam mit
VHS)
- Beitrag „Die Vorfahren von Tobias Mayer“ in den Ludwigsburger
Geschichtsblättern 60/2006
- 22.9. Führung Volkshochschule „Stadtwache im Harnisch“
d) Sonstige Projekte und Aufgaben (Auswahl)
- Teilnahme an einer Vorbesprechung und einem Workshop zum Schillerjahr 2009
- Erstellen der Texte für die Beschilderung historischer Gebäude in Marbach
Beratung des Registraturpersonals sowie der Verwaltung in Registraturangelegenheiten
- Marbacher Schillerverein: Teilnahme an den Vorstandssitzungen, Mitarbeit
bei Publikationen und musealer Betreuung
- Unterstützung kultureller und touristischer Aktivitäten
u.a. vier Stadtführungen im Auftrag der Stadt (Neubürger, Pressegruppen u.
Gemeindetag)
- Beratung der Stadtführer
e) Fortbildung
- 26.4. Treffen der AG hauptamtlicher Archivare
-
Personal
Frau Anette Horn übernimmt den Großteil der anfallenden Schreibarbeiten des
Archivs und betreut die Ablage. Sofern es ihre Arbeit zulässt, soll sie alle
zwei Wochen einen Dienstagnachmittag im Stadtarchiv helfen. Frau Christina
Wahl, die in der Registratur tätig ist, arbeitet für das Stadtarchiv an der
Erfassung der Sammlungen, hauptsächlich der Plakat- und
Zeitungsausschnittsammlung. Auch sie soll, sofern es ihre Arbeit zulässt,
Mittwochvormittags im Stadtarchiv helfen.
Bis zu ihrem 18. Geburtstag am 10.8.2006 war montags (mit Ausnahme der
Schulzeiten) die Bibliotheksauszubildende Julia Schleer im Stadtarchiv
tätig.
Frau Brigitte Diemer bearbeitet ehrenamtlich im Schnitt einen Tag pro Woche
die Fotosammlung des Stadtarchivs und leistete so rund 200 Stunden
ehrenamtliche Arbeit. Frau Helga Widler arbeitet ebenfalls ehrenamtlich im
Stadtarchiv, wo sie 2006 hauptsächlich die schwere Arbeit des
Umzugskistenpackens übernommen hat. Zudem besorgte sie die Einordnung der
ca. 100 von der Registratur übernommen Akten. Ohne die ehrenamtlichen Kräfte
wäre der Dienstbetrieb in der berichteten Form nicht aufrecht zu erhalten
und auch die Archivbenutzung wäre erschwert.
Von 24. bis 28.7.2006 war Frau Laura Störmer im Rahmen ihrer Ausbildung beim
Stadtarchiv. Von 25.9. bis 13.10.2006 absolvierte Frau Fenja Thies, Fürfeld,
ein Praktikum beim Stadtarchiv. 15.10. bis 19.11.2006 absolvierte Herr
Wolfram Linnebach, Erdmannhausen, ein Praktikum beim Stadtarchiv. Im Oktober
2006 absolvierte Frau Angelika Grundler-Flaig eine Woche ein Praktikum im
Stadtarchiv.
-
Arbeits- und Magazinräume
Ende 2006 konnte der lange ersehnte Umzug der Büroräume realisiert werden.
Die neuen Räume befinden sich jetzt direkt beim Magazin unterhalb der
Terrasse des Stadthallenrestaurants. Die neue Adresse lautet Schillerhöhe
12/1. Im Rahmen des Töpfermarktes auf der Schillerhöhe (Bürgerfest) ist
geplant, die neuen Räume im Rahmen eines „Tags der offenen Tür“ einzuweihen.
Ein besonderes Lob gilt dem Bauhof, der auch im Jahr 2006 Schränke,
zahlreiche Kartons mit Archivalien und musealen Exponaten sowie andere
Archivbestände zuverlässig und schnell transportiert hat.
2007 soll im hinteren östlichen Archivraum eine Fahrregalanlage eingebaut
werden. So wären die Magazinkapazitäten bis ca. 2013 ausreichend.
Wie sich die geplante Sanierung der Stadthalle auf die Archivräume auswirken
wird, bleibt abzuwarten.
-
Ausschau
Nachdem die Raumfrage für die nächsten Jahre gelöst ist, stehen nun noch die
Finanz- und Personalfrage im Raum. Für 2008 wird dringend angestrebt, die
Anfang der 1990er-Jahre durchgeführte Kürzung des Archivetats um 25 % wieder
rückgängig zu machen.
Das Stadtarchiv strebt an, den Einmann-Betrieb sobald wie möglich mit einer
festen Halbtagskraft aufzustocken, wie es in fast allen Archiven üblich ist.
In den vergangenen Jahren haben diese Lücke hauptsächlich ABM- und
befristete Kräfte ausgefüllt. Besonders im Hinblick auf Routinearbeiten, wie
Pflege der Sammlungen, Beantwortung von Anfragen und der Benutzerbetreuung,
vor allem aber auch im Bereich der Schriftgutverwaltung wäre eine solche
Halbtagskraft dringend notwendig.
Besonders die Schriftgutverwaltung ist in den letzten 17 Jahren zu kurz
gekommen, obwohl hier trotzdem Beachtliches geleistet wurde (s. Anlage 2).
Da aber die Bestände stark zugenommen haben, muss hierfür in den nächsten
Jahren deutlich mehr Zeit eingeplant werden, was wiederum mit der
Öffentlichkeitsarbeit, der Benutzerbetreuung und sonstigen Projekten, wie
Schülerarbeiten kollidiert. Auch das Schiller- und Jubiläumsjahr 2009 muss
bewältigt werden.
Das Stadtarchiv plant, im Herbst 2007 eine Ausbildungsstelle für einen/eine
Fachangestellten/Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste (FaMI)
einzurichten.
Bezüglich der längerfristigen Planung von Jubiläen wurde vom Stadtarchiv ein
Jubiläumskalender (Anlage 3) erarbeitet, der für Marbach, Rielingshausen und
Siegelhausen die wichtigsten Jubiläen bis 2050 auflistet. Erfasst wurden
auch einige landesgeschichtlich bedeutsame Jubiläumsjahre. Dem Stadtarchivar
liegt es sehr am Herzen, das bedeutende Jubiläum 1000 Jahre Markt- und
Münzrecht im Jahr 2009 würdig zu begehen.
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Kontakt:
Stadtarchiv Marbach am Neckar
Leiter: Stadtarchivar Albrecht Gühring
Schillerhöhe 12/1
71672 Marbach am Neckar
Tel. 07144/45 15
Fax 07144/
33 32 43
e-mail: albrecht.guehring@schillerstadt-marbach.de
Archivbenutzung nach telefonischer Absprache möglich
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