Preisträgerinnen und Preisträger

2019 Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard (Tübingen)
Die Nobelpreisträgerin hat mit ihrer Erforschung der genetischen Mutationen bei der Entfaltung von Embryos und ihrer Erkundung der Schönheit als bedeutendem Antrieb der biologischen Natur auch Grundansätze zur Erforschung des Menschen geleistet. Durch ihre Mitarbeit in Kommissionen und Stiftungen und ihr publizistisches Wirken ist sie weit über ihre Fachgebiete hinaus zu einer öffentlichen Person geworden. Ihre Verteidigung der wissenschaftlichen Freiheit im Sinne einer ethisch begründeten Selbstbestimmung ist von bleibender Aktualität.

2017 Prof. Dr. Horst Bredekamp (Berlin)
Die Vielzahl der Studien Horst Bredekamps umfasst die Geschichte der europäischen Kunst vom Mittelalter bis in die Gegenwart, erläuterte die Jury ihre Entscheidung, die sie Ende 2016 traf. Daneben stehen bahnbrechende Studien zum bildlichen Denken der Philosophie (Hobbes, Leibniz) und theoretische Schriften zur Grundlegung der Bildwissenschaft. Als politisch und ästhetisch engagierter Zeitgenosse, Kritiker und eminenter Stilist ist Bredekamp ein viel gefragter Autor.

 

2015 Andrea Breth (Wien)
Andrea Breth feierte große Erfolge mit ihren Inszenierungen der Schillerdramen „Maria Stuart“ und „Don Carlos“. Die Theater- und Opern-Regisseurin habe darin auf das ursprüngliche Wort des Dichters gesetzt und zeigte in ihnen „eine Anmut, eine Demut und eine Vergegenwärtigungslust, die unvergleichlich sind“, so die Jury in ihrer Begründung. Mit der Auszeichnung Andrea Breths wollten die Preisrichter auch das dramatische Werk Friedrich Schillers in den Fokus rücken.

 
2013 Rachel Salamander (München)

Das Preisgericht, das die Entscheidung Ende 2012 traf, sprach Rachel Salamander Zivilcourage zu. Sie habe es sich seit Anfang der 80er Jahre zur Lebensaufgabe gemacht, mit ihrer publizistischen Arbeit und dem Aufbau ihrer Buchhandlungen das Interesse und die Neugierde für das Judentum und die Literatur zum Judentum zu wecken und gleichzeitig den Zugang zur deutsch-jüdischen Kultur vor dem Holocaust zu erschließen. Damit habe sie im Sinne des Schillerschen Freiheitsgedanken, der zentrales Kriterium für die Preisvergabe ist, die Fähigkeit gezeigt, bewusst Grenzen und Gräben zu überwinden. Mit der Verleihung des Schillerpreises wolle man ein Zeichen der Anerkennung für die Arbeit von Rachel Salamander setzen.

 
2011 Simone Veil † (Paris)
Die französische Politikerin war von 1979 bis 1982 als erste Frau Präsidentin des Europäischen Parlaments, dem sie bis 1993 als Abgeordnete angehörte. Sie setzte sich für eine Stärkung der Kompetenzen dieses Parlaments ein, begrüßte die Erweiterung der Europäischen Union und engagierte sich für die Festigung der demokratischen Strukturen und ein besseres Zusammenwachsen der Länder Europas. Mit dieser Arbeit steht Simone Veil in engem Bezug zu Schillers Europa-Gedanken.

 
2009 Prof. Dr. Jens Reich (Berlin)

Der Mokekularbiologe hat der Bürgerbewegung in der ehemaligen DDR Kraft und Ausdruck gegeben und somit zum Fall der Mauer beigetragen. Seine wissenschaftlichen Forschungen waren immer auch durch die Beachtung ethischer Grundsätze geprägt.

 


Vor 2009 wurden hervorragende Arbeiten auf dem Gebiete der Landeskunde von Württemberg ausgezeichnet.

 

2007 Prof. Dr. Dieter Mertens † (Freiburg im Breisgau)

Lebenswerk, insb. Arbeiten in der Humanismus-Forschung und Veröffentlichungen zur südwestdeutschen Landesgeschichte. Verlag: emeritierter Professor an der Universität Freiburg im Breisgau.

 
2005 Prof. Dr. phil. Peter-André Alt (Berlin)
„Schiller. Leben – Werk – Zeit. Eine Biographie“, zwei Bände. Verlag: C. H. Beck Verlag, München 2000.

 
2003 Prof. Dr. Horst Carl (Gießen)
Tübinger Habilitationsschrift „Der schwäbische Bund, 1488 bis 1534“. Verlag: Ordinarius für neuere Geschichte an der Universität Gießen.

 
2001 Prof. Dr. Dr. h.c. Litt. D. Bernhard Zeller † (Marbach am Neckar)
Marbacher Memorabilien. Vom Schiller-Nationalmuseum zum Deutschen Literaturarchiv. 1953-1973
Marbacher Memorabilien II. Aus der Museums- und Archivarbeit 1972-1986. Verlag: Deutsches Literaturarchiv,
Marbach am Neckar 1995 und 2000.

 
1999 Dr. Lutz Reichardt † (Altbach)

Die Baden-Württembergischen Ortsnamenbücher. Verlag: Kohlhammer Stuttgart Auszeichnung für das Lebenswerk.
 
1997 Dr. Ulrike Gauß und Prof. Dr. Christian von Holst (Stuttgart)
Johann Heinrich Dannecker Band I und II. Verlag: Cantz-Verlag Stuttgart 1987. 

 
1995 Prof. Dr. Norbert Oellers (Bonn)

Erläuterungsbände zum zweiten Band der „Gedichte“ von Friedrich Schiller. Verlag: Verlag Hermann Böhlaus Weimar 1991, 1993.

 
1993 Prof. Dr. Renate Neumüllers-Klauser (Heidelberg)
„Die Inschriften des Enzkreises“ sowie „Die Inschriften des Landkreises Calw“. Verlag: Alfred Druckenmüller Verlag München 1983 und Dr. Ludwig Reichert Verlag Wiesbaden 1992.

 
1991 Prof. Dr. Volkmar Wirth
Die Flechten Baden-Württembergs. Verlag: Verlag Eugen Ulmer Stuttgart 1987.

 
1989 Dr. Dr. Gerhard Schäfer † (Nürthingen)

Dokumentation zum Kirchenkampf -Die Evangelische Landeskirche in Württemberg und der Nationalsozialismus. Verlag: Calwer Verlag Stuttgart 1971-1986.
 
1987 Prof. Dr. Paul Feuchte † (Stuttgart)

Verfassungsgeschichte von Baden-Württemberg. Verlag: W. Kohlhammer Verlag Stuttgart 1983.

 
1985 Prof. Dr. Dorothea Kuhn † (Marbach am Neckar)

Goethe und Cotta. Briefwechsel 1797 – 1832. Verlag: J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger GmbH Stuttgart 1979/1983.

 
1983 Dr. Rainer Christlein † (Landsrut)

Die Alamannen. Archäologie eines lebendigen Volkes. Verlag: Konrad Theiss Verlag Stuttgart Aalen 1978.
 
1981 Prof. Dr. Wolfgang Binder † (Zürich)

Aufschlüsse. Studien zur deutschen Literatur. Verlag: Artemis Verlag Zürich - München 1976.

 
1979 Prof. Dr. Robert Uhland  (Stuttgart)

„Herzog Carl Eugen von Württemberg. Tagbücher seiner Rayßen...“ sowie „Lebensbilder aus Schwaben und Franken“. Verlag: Rainer Wunderlich Verlag Hermann Leins 1968.

 
1977 Prof. Dr. Paul Sauer † (Stuttgart)
Württemberg in der Zeit des Nationalsozialismus. Verlag: Süddeutsche Verlagsgesellschaft Ulm 1975.

 
1975 Prof. Dr. Max Schefold † ( Stuttgart)
Alte Ansichten aus Württemberg. Verlag: W. Kohlhammer Verlag Stuttgart 1956/1974.

 
1973 Prof. Dr. Adolf Beck † (Tübingen)
Die große Stuttgarter Hölderlinausgabe Band VII. Verlag: W. Kohlhammer Verlag Stuttgart 1968/1972.

 
1971 Prof. Dr. Hans Jänichen † (Tübingen)
Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte des schwäbischen Dorfes. Verlag: W. Kohlhammer Verlag Stuttgart 1970.

 
1969 Prof. Dr. Paul Gehring † (Stuttgart)
Friedrich List, Jugend- und Reifejahre 1789 – 1825. Verlag: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) Tübingen 1964.



1967 Prof. Dr. Hansmartin Decker-Hauff  † (Tübingen)
Geschichte der Stadt Stuttgart von der Frühzeit bis zur Reformation. Verlag: Cantz Stuttgart 1966.


 
1965 Prof. Georg Wagner † (Tübingen) und Konservator Adolf Koch (Friedrichshafen)
Raumbilder zur Erd- und Landschaftsgeschichte Südwestdeutschlands. Verlag: Repro-Druck-Schmiden bei Stuttgart 1961.

 
1963 Prof. Dr. Ruthardt Oehme (Karlsruhe)
Geschichte der Kartographie des Deutschen Südwestens. Verlag: Jan Thorbecke Verlag Konstanz 1961.

 
1961 Prof. Dr. Werner Fleischhauer (Stuttgart)

Barock im Herzogtum Württemberg. Verlag: W. Kohlhammer Verlag Stuttgart 1958.

 
1959 Prof. Dr. Walter Grube (Stuttgart)
Der Stuttgarter Landtag 1457 - 1957. Verlag: Ernst Klett Verlag Stuttgart 1957.